Lucca und der Stier

Das war jetzt gar nicht so leicht. Ein Roman über Männer. Mein erster nicht-erotischer Roman. Sogar für mich war es ein Abenteuer. Was so harmlos begann, wurde ein „das kannst du nicht schreiben“, ein „das kannst du nicht machen“. „Aber es ist doch so“, hielt ich dagegen und ließ es so.

Knallhart, so wie es ist, die Sache mit den Männern und Frauen.

Was braucht ein Mann und wo ist seine Energie? Warum fehlt sie oft und wo ist sie dann? Was machen die Frauen mit ihnen und was passiert, wenn sie zusammen sind? Wie soll der Mann mit ihnen und was, wenn sie widerspricht und anders will – also immer?

Fragen über Fragen. Nur eines ist gewiss: So wie alle behaupten – der Mainstream – so ist es nicht. Richtig unangenehm wird es.

Auch für Lucca Leggero, den Helden dieses Romans: Volle Konfrontation mit dem Schmerz. Und der Energie, der Energie des Mannes und die stammt … ach lest es selbst. Lucca und der Stier

Ein starker Roman. Ein schwieriges Buch, das versteht man nicht, will man es nicht, vertraut man auf Mainstream und Gender-Sprech.

Wie hörte ich von den ersten Lesern: Oh, oh, das gibt Ärger, Herr Kaufmann. Du legst dich mit allen an. Stimmt, also dann…

Aber keine Angst: Frauen und Männer passen zueinander, wenn man sie lässt.

Nachgesang

Es sind nicht die Partys selbst die mir fehlen, es sind nicht die heißen Weiber und die Beats. Das nur auch.

Was ich wirklich vermisse sind die Leute, die Begegnungen, die Bekannten, die Halbfremden, ja sogar die, die ich nicht leiden kann. Kurzum, das Tummeln im Leben.

Ich will jetzt nicht darüber ätzen, warum das so ist, sondern nur einmal sagen: Ich vermisse euch. Ich vermisse es mit euch zu feiern und unter euch zu sein. Selbst wenn wir persönlich noch nie ein Wort gewechselt haben, ihr fehlt, denn nirgendwo ist mehr Leben als auf diesen gemeinsamen Sausen.

An dem Tag als der erste Lockdown eintrat, erschien „Schweißnackt“, das Buch über die Partys. Zufall. Hässlicher Zufall. Ich hätte nie gedacht, dass es ein Nachgesang wird.