HÖRBUCH – Abby – bevor es beginnt

Jetzt kostenlos zum Download direkt von dieser Seite! – klicke das Bild – 56 Minuten vorerotische Erzählung, gesprochen vom Autor. Begleite Abby an dem noch harmlosen Nachmittag, bevor die Romanreihe „Abby“ beginnt. Es deutet sich an, was kommen wird.

Lerne Abby kennen, ihre Freunde und nebenbei Kap Kishon. Kap Kishon – eine Romanwelt, in der das Sexuelle nicht so sehr von Moral bestimmt wird wie sonst.

Swingerclub-Absurdum

Ich war gestern im Swingerclub – in Corona Zeiten! Ich habe schon viel erlebt, aber noch nie und niemals und nicht ansatzweise einen Schwachsinn, eine Hirnlosigkeit, und auch eine Gefahr, wie da. So vollgestört kann man doch gar nicht sein, dachte ich, und bin deshalb da hin, aber weit gefehlt. Man kann! Auf den Wegen zwischen Eingang, Bar, Stühlen und Tischen muss man Maske tragen. An den zugewiesenen Tischen, an der Bar und beim Vögeln auf der Matte NICHT! Einfach einmal sacken und die Bilder vor dem inneren Auge entstehen lassen. Ja, ich habe Menschen mit Maske unter der Dusche stehen sehen!

Sie ficken gemeinsam (wenn es gut läuft) und gehen dann gemeinsam mit Maske weg, um mit allen anderen gemeinsam in einem Raum zu sein.

Damit ist die Frage beantwortet, ob Hirntote lebendig sein können. Wie bescheuert kann man denn sein? Und nein, es gibt keine Entschuldigung. „Es gibt eben Regeln an die man sich halten muss.“, ist keine Entschuldigung. Gerade den Deutschen sollte klar sein, dass es Regeln gibt, die man nicht einhalten DARF! Und diese gehört dazu, denn es ist nicht nur hirntot, sondern gefährlich. Es steigert die Hörigkeit, die Hysterie und die Massenneurose, die dem Staat alles legitimieren wird. Wer sich diesen hirnkranken Regeln anschließt, verliert nicht nur seine Würde, er wird seine Freiheit verlieren. Hat er schon.

Apropos würdelos – Nein, es ist unentschuldbar, wenn der Veranstalter sagt, das müsse er so machen, sonst schließe man ihm den Laden. Wo ist ein Rest Würde, etwas Anstand, aufrechter Gang? Wenn eine Gesellschaft solche Faxen, solche Verneigungen vor Gesslerhüten fordert, dann hat jeder Demokrat die PFLICHT zu sagen: Mit mir nicht! Dann gehe ich lieber Pleite. Was für Würmer seid ihr denn? Das man sich geschmeidig arrangiert um zu überleben und Regeln augenzwinkernd beugt, sei unbenommen, das wäre Okay, aber sich den dieser Hirnkranken totalitären Scheiße anschließen … genauso haben es IG-Farben, Krupp und Kumpanen in der braunen Zeit auch gemacht. Sehr geehrte Veranstalter – und damit sind alle gemeint, egal ob Restaurant, Kino, Swingerclub oder Bar: ihr macht euch gemein mit einer bösen Sache. Ihr seid keinen Deut besser als die Verbrecher von damals, nur kleiner. Aufrecht kann man unter diesem Totalitarismus nur bleiben indem man absagt oder schließt – was wirklich traurig ist.

Und auch die Kunden oder Gäste. Ich kann verstehen, dass man seine Freude will, ich weiß, dass man sich entschuldigen kann indem man doof tut und simuliert es sei alles nicht so schlimm. Ihr lauft mit. Ihr seid Teil davon, wenn ihr nicht die Stirn bietet. Genauso funktioniert Totalitarismus. Was bitte ist mehr totalitär bis faschistisch, als sinnfrei und wirr sein Gesicht verhüllen zu müssen, auf Abstand bleiben soll, wo Nähe gewünscht ist? – Richtig, nichts!

„Ach, Maske tragen stört gar nicht so sehr….“, hört man gerne. Glücklich, wer so merkbefreit ist. Die Wahrheit ist: jeder Neurobiologe schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, weil er weiß, was das mit dem Gehirn macht. Jedem Psychiater gefriert das Blut in den Adern, da wir massenhaft Angstkaskaden auslösen, es ist eine Kollektivneurose, die da aktiv betrieben wird. Wir zerstören unser Sozialsystem, wir zerstören unsere Wirtschaft, wir zerstören die Demokratie, wir zerstören Psychen, nur weil uns der Schneid fehlt den Regeln neurotischer Idioten zu widersprechen.

Und wenn irgendwer ankommt „Ja, aber das Virus …“, dann beglückwünsche ich ihn, willkommen in der Neurose der Masse, einer Neurose, die mit der Adolfs artverwandt ist. Fakt ist: Pandemie hin oder her, es sterben einfach nicht mehr Menschen als sonst. Jede andere Sicht ist … siehe oben.

zwei Psychen

Zur Zeit gibt es zwei Psychen bei den Menschen, zwei Denken, zwei Gruppen sind es. Die einen fragen mit Entsetzen, wie solch eine Gehirnwäsche möglich ist, die anderen fragen „welche Gehirnwäsche?“.

Der zweite Gedanke ist mir verdächtig, wenn nicht sogar gewaschen.

Paul Kaufmann, im September 2020 aus dem globalen Waschsalon

Warum die Einen Masken tragen, die Anderen aber nicht

Warum tragen die Einen Atem-Masken, die Anderen nicht? Sind die Einen dümmer als die Anderen? Haben die Einen einen Wissensvorsprung, die Anderen keine Ahnung oder umgekehrt? Oder haben sie einfach verschiedene Prioritäten?

Weder noch. Die dahinter liegende Motivation, ist eine ganz andere. Zwar kann es sein, dass die Einen mehr wissen als die Anderen, zwar kann es sein, dass es verschiedene Prioritäten gibt. Das ist aber nicht die Handlungsmotivation. Die Motivation das zu tun ist nicht die individuelle Angst. Das kann nicht sein, denn die Maske schützt dich selbst nicht. Es muss etwas anderes sein.  

Ich hole ein wenig aus. Ich kann es auch in einem Satz formulieren, für den Fall, dass Du es kurz und knackig magst: Menschen lieben Opfer! Das gilt Im dreifachen Wortsinn. Opfer zu bringen, Opfer zu sein und dass andere Opfer sind. Das lieben Menschen und das hat mit der Maske zu tun. Schaut her.

Der Ausgang aller Dilemmas ist: Es gibt kein Wissen. Es gibt eine Wahrheit, aber niemand kennt sie. Jeder hofft die Wahrheit zu kennen, kommt ihr aber allenfalls nah.

Wir glauben immer nur. Wir glauben, dass die Erde eine Kugel ist. Wahrscheinlich sind wir damit nah an der Wirklichkeit, aber es ist nur ein Glaube, ein Abbild der Wirklichkeit, eine Idee. Das gilt für Alles. Wirklich absolut total alles!

Bei religiösen Vorstellungen ist die Disparität zwischen Glaube und Wissen noch einsichtig, besonders, wenn es nicht die eigene Religion ist. Religionen sind nur Ideen und Konstrukte, Gaube. Das ist alles von oben bis unten absurd, also der Glaube des Anderen natürlich, besonders der, deiner nicht so sehr.  

Mit den rationalen Dingen ist das auch so, das sieht nur nicht so aus. Alle Wissenschaft ist nur Methode der Wahrheit nah zu sein, Wahrheit selbst ist sie nie. Deswegen ändert sich auch alle Erkenntnis ständig. Wäre sie Wahrheit, bliebe sie.

Wer das nicht glaubt, zu wissen meint, der begeht oben genannten Fehler eins.

So glauben die Einen, dass Masken-Tragen die Ausbreitung eines Virus zu verhindern hilft. Die Anderen glauben das nicht. – Natürlich bestehen beide Parteien darauf das jeweilige zu wissen, und untermauern mehr oder weniger eloquent und fundiert. Geschenkt. Auch diese Erkenntnisse sind nur Glauben, kein Wissen. Niemand weiß es wirklich, egal wie viele Studien und Gegenstudien es geben wird.

Oder man glaubt, dass Masken-Tragen vielleicht helfen, ein wenig, so ein bisschen, aber die Nebenwirkungen stärker und schädlicher sind; dass es gefährlich ist Masken zu tragen. Auch das ist wieder nur Glaube. Wissen ist es nicht. Jeder glaubt und gerne fordert er, dass der andere mindestens so schlau glaubt, wie er selbst und das ist hochemotional, da das, was der andere tut auf mich selbst ja Wirkung hat, Gefährdung ganz bestimmt, tödlich quasi, was aber – siehe oben – wieder nur Glaube ist. Hilfe!

Merkt ihr, wie schwammig alles wird? Wenn es kein Wissen gibt und alle nur glauben, wo ist denn dann das Fundament? Worauf soll ich mich denn verlassen als Mensch und genau das ist der kritische Punkt, jetzt wird es spannend! Der Mensch steht in Unwissenheit und sucht Halt und Bestätigung in einer Welt, die nie bestätigend ist und daher bringt er ein Opfer. Wenn man ein Opfer bringt, dann klappt es ganz bestimmt. Muss ja so sein, weil sonst sein Opfer sinnlos wäre.  – „Hä? Wie bescheuert ist das denn?“, denkst du jetzt und ich schließe mich an. Es klingt bescheuert, wenn man nicht weiß, wie das Gehirn funktioniert.

Handlungsresonanz. Bestimmt kennst du das Prinzip: Du lachst, weil du fröhlich bist. Du kannst dich aber auch fröhlich machen, indem du lachst. Auch wenn du nicht fröhlich bist, wird das Lachen dich fröhlich machen. Ein bisschen. Der Effekt ist mäßig aber tröstend. Auf jeden Fall ist er selbstverstärkend. Das ist steigerungsfähig und jeder der einmal einen Lachkrampf erlebt hat, kennt diese Macht. Das gilt nicht nur für Lachen, das gilt für alle Handlungen. Agierst du brutal, wirst du brutaler werden. Gibst du dich sanft, wirst du sanfter und so fort. Natürlich gibt es Grenzen und Gegenmechanismen, darum soll es hier nicht gehen.

Das Prinzip funktioniert und hat einen unglaublichen Charme in einer ungewissen Welt, in einer Welt ohne Wahrheit, denn inmitten all der ungewissen Wahrheiten hat man nur sich selbst. Also handelst du, damit deine Wahrheit Unterstützung erfährt. Du machst irgendeinen Quatsch, der vermeidlich sinnvoll ist.

Abraham ist bereit seinen Sohn Isaak zu opfern, da dies seinen Glauben beweisen würde. Natürlich kommt dann ein Gott und hält ihn davon ab, wandelt das Opfer in ein Lamm, was doppelt seinen Glauben verstärkt. Blabla… An dieser Stelle sei angemerkt, die Geschichte ist Glaube, sie ist nicht verbürgt.

Die Idee Opfer zu bringen ist neurologisch betörend. Selbstverstärkendes Handeln und dann hat dieses Handeln auch noch einen Preis! Doppeltgemoppelt! Fabelhaft! Wo Preis, da Wert, da muss etwas sein! Es muss ja nicht gleich der Lieblingssohn sein, der geopfert wird, eine Nummer kleiner, nen lästigen Lappen in der Fresse, der lästig ist, reicht ja auch.

Ich bringe das Opfer und trage eine Maske, damit andere nicht infiziert werden. Denn! Meine Theorie, mein Glaube des gefährlichen Virus hat recht. – Es hat funktioniert, ich glaube schon fester daran! Ich habe Recht, und ich zeige es nach außen. Der Lappen ist sichtbar, jeder kann es sehen, was damit dreifach verstärkend ist. Ich handle in meinem Sinne und bestätige meinen Glauben mir selbst, ich steige meine Bestätigung noch, indem es ein Opfer ist UND ich zeige es anderen, dass ich gläubig bin. Doppelresonanz. Dreifachresonanz. Wenn ich zum Ritter werde und dafür kämpfe aktiv sogar vierfach. Sozusagen überzeuge ich mich selbst davon wie die Lage ist, in dem ich tue was die Lage vermeidlich erfordert. Kreuzritter der Wahrheit bin ich jetzt und mein Glaube ist sooooo fest …  Ihr wisst nicht warum ihr in Foren so verbissen Eure Meinung kundtut oder auf Demos geht und Leute beschimpft, die ihr nicht kennt? Das ist die Antwort! So wird dein Glaube ganz fest, wandelt fast zum  Wissen, fast.

Die Maskenverweigerer sind keinen deut besser, als die Maskenträger. Sie gehen in Opposition und opfern ihren Frieden, zeigen, verstärken so ihre Gewissheit – die nur Glauben ist – und zeigen es anderen, fühlen sich gut im Widerstand. Das ist ihre private Doppelresonanz, wie erwähnt noch steigerbar und für das Ego ein Fest. Sie fühlen sich besser damit, genau wie die andere Partei auch.

Ist euch eigentlich schon einmal der Gedanke gekommen, dass das eine riesige Ablenkung ist? Aber im Buddhismus mehr davon.

Ich will an dieser Stelle nicht das eine oder andere Handeln verurteilen. Auch das Ego nicht. Ego ist wichtig. Alle glauben ja nur, und opfern, damit ihr Glaube so ein bisschen fester wird. Es ist ein Handeln aus Hilflosigkeit. Wir sind alle Menschen und total hilflos in einer haltlosen Welt ohne Wissen, deshalb machen wir all diesen Unsinn ja.

Die Sache hat Methode. Jetzt wird es fies, denn dieses Opfern wird instrumentalisiert. Das wird eingesetzt, um im Anderen Glauben zu erzeugen. Das nennt man Manipulation. Wenn du jeden Freitag oder jeden Sonntag in einen Tempel genötigt wirst – nur mal als Beispiel – dann ist das so eine Manipulation. Handeln, wiederholte Handlungsmuster, verstärken neuronal den Glaube an … ich nenne es einmal „Irgendwas“, denn es gilt für alles. Für wirklich absolut total alles.

Wenn du genötigt wirst Masken zu tragen, dann wird das deinen Glauben verfestigen, verinnerlichen, was in Wahrheit nur einer mehrerer denkbarer Glauben ist. Es wird der Gedanke verfestigt, der geglaubt werden soll. Du wirst zum Lachen genötigt, damit du fröhlich bist, sinngemäß – Das klingt pervers, ist aber ein allgegenwärtiges Prinzip. Die ganze Gesellschaft funktioniert so.

Natürlich sind nicht alle einverstanden und rühren dagegen auf. Sie lachen nicht mit, sondern werden wütend, traurig oder ichweißesnicht. In der Regel manchen sie das Gegenteil, was aber, wie oben genannt, auch wieder … ich glaube, das Prinzip ist verstanden, ich wiederhole mich nur.

Ganz wichtig! – Wir glauben nur! Und wir bringen Opfer. Geht das Opfer zu unseren eigenen Lasten, so geht es ja noch, obwohl ein wenig Skepsis ist angebracht. „Sich opfern“ hat so etwas Appellatives, so eine Komponente, die ein schlechtes Gewissen beim Anderen machen soll. Verdächtig häufig nähert „sich Opfern“, der Selbsterhöhung zu Lasten desjenigen, der zu seinem Opfer aufgefordert werden soll damit. „Ich trage eine Maske und du nicht du unsoziales Element, sei gesteinigt!“ – so, neulich in einem Supermarkt in Kabul passiert. Auch der Andere soll deinen Glauben glauben, damit er ein wenig wahrer wird für dich.

Ganz frech ist, selbst keine Opfer zu bringen, aber von anderen Opfer zu fordern. Das ist heikel, aber funktioniert, wenn man nicht übertreibt besonders gut. Das klingt ungerecht und ist es auch, aber es ist effektiv und üblich. Zum Beispiel, dass ein Landtag beschließt alles müssen Masken bei Versammlungen tragen, nur ebendieser Landtag nicht. Oder wenn die Häuptling behauptet, keine Maske tragen zu müssen, da sie Abstände einhält (was sie nicht macht), es bei anderen aber unter Strafe stellt. Das ist frech aber logisch. Auch das ist das Opferprinzip. Hier ist das Opfer die Demut, die man erbringen soll, damit der Imperativ Unglaube der Untertanen in Glaube wandelt. Das wird über die Schiene „wir sind Übermenschen und du niederes Gekreuch und schon deshalb haben wir recht.“ Installiert. Wieder das Handlungsresonanzprinzip.

Schön.

Soll ich jetzt eine Maske tragen, oder nicht? Es kommt darauf an, was du glaubst. Der Erkenntnisgewinn ist nicht, ob oder ob nicht, die Befreiung ist zu verstehen, dass es auf einem Glauben beruht und nicht auf Wissen, egal welcher Meinung du bist. Das ist wahrer Fortschritt, denn nichts ist so verheerend, wie das Verwechseln von Glaube und Wissen. Ein Beispiel dazu:

In den dreißiger Jahren war man sich in der Wissenschaft – Wissenschaft sind die, die wissen –  einig, dass Arier die führende Rasse und allen anderen weniger lebenswert sind. Nur mal als Beispiel, und es ist kein geringes, aber nicht das schlimmste aller je dagewesenen.

Überlege dir, wem du Opfer bringts und vor allem, dass es nur auf deinem Glauben beruht und lache nicht über die albernen Opfer des anderen. Der Andere zeigt nur seinen Glauben, denn wissen kann er nicht, kann niemand! Aber auch für Dich gilt: Du glaubst.

Das nimmt unglaublich Druck aus der Sache. Also mache es doch so: Der Andere ist gläubiger Dilettant und ich bin es auch und ohne Druck nimmst du die Maske viel eher ab oder auf. Und der andere, der Idiot, vielleicht eher auch.

P.S.: Das falsche Genus (Geschlecht) bei „die Häuptling“ ist Absicht. Ich finde es klingt so zutreffend archaisch und primitiv matriarchal – ich habe lange abgewogen, wollte die indigenen Völker nicht beleidigen, aber ich vertraue: Sie kennen das Problem mit den alten weisen Frauen genau.)

Warum man den Menschen nicht überzeugen kann

Man kann Menschen nicht mit guten Argumenten überzeugen. Es bringt nichts, es zu versuchen, denn entscheidend sind nicht die Argumente!

Aus gegebenem Anlass, da ja überall die Diskussionen so heiß laufen, möchte ich einmal erklären, warum das so ist. Und ich möchte erklären, warum der Überzeugungsversuch ab einem bestimmten Punkt kontraproduktiv ist. Aber ich möchte auch erklären, warum es wichtig ist laut seine Meinung kund zu tun und nicht zu schweigen. Darauf gehe ich am Schluss des Textes ein.

Ich muss ein wenig ausholen, es sind viele Zeilen und ihr müsst geduldig sein, aber vielleicht lohnt es sich ja und am Ende haltet ihr viel bessere Methoden in der Hand eure Meinungen nachhaltig an andere Menschen heranzutragen. Wissen hat Macht!

Menschen ändern ihre Meinung nicht, weil sie von den Argumenten überzeugt werden, weil sie die besseren Argumente erkennen, oder ihre Meinung offensichtlich falsch ist. Die Idee, dass dies so sei, ist ein Irrtum! Die menschliche Psyche funktioniert ganz anders. Warum das so ist, lasse ich jetzt einmal weg und konzentriere mich auf das Wie.

Menschen lassen sich von Argumenten nicht von ihrer Meinung abbringen. Nie! Es passiert etwas anderes: Menschen ändern ihre Meinung nur, wenn es einen persönlichen Vorteil mit sich bringt. Nur dann!

Ich will hier ein Beispiel bemühen, das Kanonenkugelbeispiel, das ist sehr gut geeignet dazu: Aristoteles galt bis in zu Beginn der Neuzeit als unfehlbarer weiser Mann und alles was er in seinen Werken geschrieben hatte, galt ohne Einschränkung als wahr. Das war Konsens und felsenfeste Meinung unter den Geleerten zweitausend Jahre lang. So hat Aristoteles behauptet, dass wenn man einen Stein werfe, fliege er geradeaus, in einer geraden Linie, bis zu einem bestimmten Punkt und falle dann senkrecht herab. Das klingt absurd, denn jeder der einen Stein wirft, kann sehen, dass das nicht stimmt. Natürlich beschreibt der Stein eine ballistische Kurve. Offensichtlicher falsch geht es nicht. Aber die Meinung der Geleerten wurde davon nicht berührt. Steine fliegen geradeaus und machen plötzlich „Plumps“. Sie hielten an ihrer Meinung fest, da Aristoteles anzuzweifeln sehr viele Nachteile mit sich gebracht hätte. So wären sie ausgestoßen worden aus dem Kreis der Geleerten und einiges mehr. Erst als die Kanonen erfunden wurden und die Kanonenkugeln sich nicht an Aristoteles hielten, die frechen Dinger, und das Wissen um ballistische Kurven den Festungsanlagenbauern einen uneinholbaren Vorsprung verschaffte, änderte sich die Meinung und wurde übernommen. Nicht etwa, weil sie richtiger war, sondern weil die Idee ballistische Kurve den Vorteil besseren Festungsanlagen versprach. (Und selbst da hat man noch lange diskutiert und gerungen)

Dieses Prinzip der Meinungsbildung, oder eben nicht-Meinungsbildung, kann jeder jeden Tag beobachten, wo offensichtlicher Unsinn fortgesetzt und vertreten wird.

Das Prinzip ist: Es macht für den betreffenden keinen Sinn, seine Meinung zu ändern, ggf. überhaupt darüber nachzudenken. Es ist also nicht so, dass der mit der anderen Meinung nicht dumm ist, oder dümmer als man selbst, er hat nur eine andere Interessenlage. Genauer: Er profitiert von seiner Meinung mehr als von der anderen. Besonders profitiert er davon, an seiner Meinung festzuhalten. Das Festhalten ist es! Sich einzugestehen, dass man falsch lag, ist unangenehm und bedarf eines Vorteils, der größer ist als der Schaden, den das Aufgeben seiner Meinung erzeugen würde – diesen Schaden unterstellt meistens das Ego.

Könnt ihr folgen? Das ist ein fieser Gedanke, dummerweise ist er richtig und mehrfach bewiesen, in etwa so gut wie die Flugbahn der Kanonenkugel. Wer das nicht glauben kann oder will, der solle sich einmal fragen, ob er nicht genau in der oben beschriebenen Falle sitzt, seine Meinung nicht wechseln zu wollen, da es ihm unangenehm ist. „Unangenehm“ ist in etwa das Gefühl des Unterbewusstseins nicht nachgeben zu wollen.

Der Mensch tut nichts ohne seinen persönlichen Vorteil! Absolut nichts! Was ein persönlicher Vorteil ist, hat eine sehr große Varianz, deshalb ist die Welt nicht so schlecht, wie es zu erwarten wäre.

Eine entscheidende Größe in der Meinungsbildung spielt die Gewalt. Ich habe das oben schon angesprochen heimlich. Ein Geleerter hielt damals an seiner Meinung fest, da er sonst aus der Gemeinschaft ausgestoßen worden wäre. Das würde natürlich heute nie passieren … oder doch? Aber, schon das ist Gewalt. Und wer meint, das sei niederschwellig, der hat diese Form der Gewalt noch nie erlebt.

Natürlich gibt es andere Varianten der Gewalt, die die Meinungsbildung beeinflussen. Seinen Job zu verlieren, wenn man eine Meinung vertritt, kann Zünglein an der Waage sein, warum man zu der einen oder anderen Meinung neigt. Die Pflicht Masken zu tragen, kann als Gewalt der Meinungsfindung aufgefasst werden, denn sie nötigt einen in den Konflikt das Ding zu tragen obwohl man anderer Meinung in der Sache ist. Man muss sich einer Kraft unterwerfen und da liegt nahe, je nach Naturell, dass man diese Meinung übernimmt, da alles andere sehr viel Nachteil mit sich bringt. Innere Konflikte haben hohe Kosten.

„Du bist ein Rassist, wenn du kein Antirassist bist.“, ist ein weiteres Beispiel von Gewalt in der aktuellen Lage. Es ist ein Meinungsdiktat. Der Spielraum für eine abweichende Meinung wird sehr eng, die Kosten sehr hoch anderer Meinung zu sein. Also stimmt man in diese und ähnliche Meinungen ein, wenn auch nur oberflächlich vielleicht, weil dieser Meinung zu sein, sehr wenig Kosten, der Widerspruch sehr viele Nachteile mit sich bringt.

Auch wenn man auf seiner Meinung beharrt, sich diesen Gewalten widersetzt, aufmüpfig ist, hat man nur seinen persönlichen Vorteil im Blick. Immer nur das. Aus irgendwelchen Gründen hält man es für nützlicher und sinnvoller, an seiner Meinung festzuhalten. Zum Beispiel weil man es für einen Wert hält standhaft zu sein, oder seinen Kindern zeigen will, dass man standhaft ist, oder weil einem die Zugehörigkeit zur Gruppe der Abtrünnigen als besonders angenehm erscheint. Da kommt viel in Betracht. Aus diesen Gründen bleiben oder wechseln Menschen zu anderen Meinungen.

„Aber das hat ja gar nichts mit den Argumenten zu tun?“ – Ja, richtig! Es ist ernüchternd, aber ja, das stimmt. Die Menschen halten nicht auf der inhaltlichen Basis von Argumenten an Meinungen fest, sondern – Achtung, das ist wichtig jetzt! – nur weil ihnen diese Meinung den maximalen Vorteil verspricht! Alles andere ist ungünstiger, deshalb wählen sie diese, aber jene nicht. Dieses Wählen ist unbewusst, meistens.

„Ja, aber ich habe doch Recht. Das ist keine Meinung, das ist doch wahr!“, wird gerne hier eingewandt, aber die Krux ist, dass keiner weiß, was die Wahrheit ist. Die persönliche Wahrheit wird nur konstruiert, als „für wahr“ erklärt, weil es eben die eigene Meinung ist. Buddhisten, Hinduisten und Tantristen wissen was ich meine damit.

Was bedeutet das, für den Widerstreit der Meinungen? Du kannst einen anderen Menschen nicht von seiner Meinung überzeugen. Du kannst ihm deine Meinung eröffnen, zeigen, darlegen, nahebringen, aber überzeugen kannst du ihn nicht mit inhaltlichem Argument, sondern es muss ihm einen Vorteil bringen. In der aktuellen Virusdiskussion kannst du die andere Seite nicht überzeugen. Die Fronten sind verhärtet – so nennt man das gerne. Das bedeutet nichts anderes, als dass es sehr viele Nachteile mit sich bringen würde, die Seite zu wechseln. Da ist sehr viel Gewalt aufgebaut auf beiden Seiten, und Beschimpfungen fliegen hin und her. Egal welche Statistiken und Daten hin und hergeschoben, hochgehalten oder unterdrückt werden, die Meinungen sind fest, weil keiner der Seiten einen Vorteil durch den Meinungswechsel sieht. Anders formuliert: eine andere Wahrheit als seine bisherige sehen will/kann/darf.

Du kannst als „Corona-leugner (dieses Wort ist Resultat von Gewalt) keinen Politiker überzeugen, da er eine ganz andere Interessenlage hat. Auch andere nicht, weil der Preis als „Verschwörungstheoretiker“ zu gelten zu hoch ist. Das sind Beispiele. Es gibt hunderte Motivationen und Lagen in alle Richtungen.

Im Gegenteil ist es so, dass je mehr Druck man aufbaut, dass der andere unbedingt „seine Meinung ändern müsse“, den Meinungswechsel erschwert. Das Zauberwort heißt Ego. Das Ego sucht andere Wege und weicht dem Druck aus oder antwortet mit Gewalt. Hier zwei Beispiele: Man lässt Demonstranten, die das Grundgesetz hochhalten, wegtragen. Oder Politiker werden beschimpft. Das sind (wenn auch kleine) Gewaltausbrüche, es ist Druck, der das Ego verletzt. „Jetzt erst recht nicht!“, sagt man sich und schon ist es unwahrscheinlicher, dass man in einem Meinungswechsel einen Vorteil erkennt. Man kann mit Druck nicht überzeugen, mit Gewalt schon. Gewaltsam sein, kann man meinungsbildend aber nur, wenn man mächtig ist. Es muss ja von Vorteil sein, sich der Gewalt zu beugen, sonst tut man es nicht.

Änderungen verfestigter Meinungen treten erst ein, wenn sich ein Parameter ändert, der persönlichen Vorteil verspricht. Das kommt von außen, fast immer. Eine Eingangsgröße muss sich ändern, damit das persönliche Vorteil-Nachteilgefüge verschoben wird. Das können neue Erkenntnisse sein, die einem neue Wege eröffnen zum Beispiel. Vorteilhafte Wege. Oder wenn Wahlen drohen und die Meinung eines Politikers wird nicht akzeptiert. Blitzartig wird er seine Meinungen ändern, damit er wieder seine Vorteile hat. Das ist kein Vorwurf, das ist normal. Zwar nicht redlich, aber verständlich normal. Oder die wirtschaftlichen Bedingungen können sich ändern, so dass das Festhalten an einer Pandemieidee, völlig nachrangig wird. Anderes ist viel wichtiger und auf einmal wird es sehr wichtig eine andere Meinung zu vertreten, da einem der Wohlstand in Händen zerrinnt. Das sind Faktoren, die Meinungen ändern können. Aber es muss auf individueller Ebene sein!

Es kommt vieles in Frage. Egal was es ist. Nochmal: Eine Meinung ändert sich erst, wenn der Wechsel einen persönlichen Vorteil verspricht. Das bedeutet aber auch, dass es wichtig ist, seine Meinung zu vertreten, und zwar lautstark. Das ist wichtig, denn alternative Meinungen können plötzlich sehr wichtig werden, ändert sich einer der Parameter. Zum Beispiel könnte es sein – ist jetzt konstruiert – dass man nicht mit einer Maske herumlaufen will, dass einen das bedrückt nach den ganzen Wochen jetzt und das Lebensgefühl nicht mehr stimmt. Das kann eine Motivation sein, seine Meinung zu ändern. Oder umgekehrt: Man hat sich an das Ding gewöhnt und erkennt den Vorteil, dass es die angeborene Hasenscharte verdeckt.

Und wenn dann da greifbar andere Meinungen sind, die ähnlich argumentieren, dann kann das sehr wichtig für einen ganz persönlich sein und man ändert seine Meinung und schwenkt ein. Man wechselt das Lager. So funktioniert das.

Oder wenn zum Beispiel die Kündigung ins Haus flattert, weil dein Arbeitgeber Flugzeugteile produziert. Du hast aber einen Kredit zu bezahlen und am Ende des Monats läuft die Kurzarbeit deiner Frau ohne Weiteranstellung aus und das Heer der Arbeitslosen erreicht die Achtmillionengrenze, melden sie im Radio. Irgendwie fühlt sich das nicht gut an am Frühstückstisch. Da könnte es sein, dass sich deine Motivationslage verändert und deine Meinung auch und da stimmst du auf einmal mit ein in die Stimmen derer, die du vorher ausgelacht hast. Deine Motivation in der Argumentation hat sich völlig verändert und deine Meinung damit auch.

Oder du bemerkst, dass du so, in dieser Welt nicht leben willst. Hast das Gefühl hier stimme irgendetwas nicht, so diese Leute alle auf Distanz und man darf nichts sagen dagegen, weil sonst Sanktionen drohen. Das gefällt dir nicht … Das sind die Momente, wo es wichtig ist, dass es andere Meinungen gibt und sie lautstark überall zu hören sind!

Wenn du Menschen überzeugen willst, so zeige ihnen deine Meinung. Vertrete sie lautstark und mit Elan und hörbar und vertraue darauf, dass der Punkt kommen wird, dass dein Angebot angenommen wird, weil es plötzlich Vorteil verspricht.

Paul Kaufmann, Juli 2020

erotischer Krimi !?! – geht denn das?

Kap Kishon

Oh ja, das geht, und wie! Ganz fabelhaft geht das sogar.

Es ist kein Küstenkrimi. Der Leuchtturm hat einen anderen Zweck. Daran werden die Frauen gefesselt, also wenn sie es wollen. So ein Krimi ist das. Tauche ein und gleite in die angenehm entspannte Welt von Kap Kishon, begleite den Kommissar bei seinem ersten Fall. Habe entspannte Stunden mit ihm in Bandan, dem kleinen Ort auf Kap Kishon, wo alles entspannter ist, besonders die Moral.

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Schweißnackt

Kap Kishon

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„Nimm es nicht persönlich, wenn Du Dich wiedererkennst. Genauer: Nimm es nicht persönlich, wenn Dir das Erkannte nicht gefällt.

Wundere Dich nicht. Ich muss Dich anders skizzieren in meinen Texten, unter- oder übertreiben, verzerren und hofieren. Es ist Technik. Es ist ein Beweis, dass Du in diesen wilden Nächten sichtbar bist. Das willst du doch, oder nicht?

Also nehme es mir nicht übel, bist Du in eine Geschichte geraten, nur weil nur neben mir tanzt. Es ist nicht böse gemeint, bis auf ein, zwei Ausnahmen, habe ich Euch alle lieb.“

Paul Kaufmann, Amanda Lears – Schweißnackt – 42 Erzählungen aus Sexpartys und Fetischnächten

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Mikes Werkstatt – Taschenbuch! Endlich!

Ich weiß, es hat lange gedauert und nicht wenige haben drauf gewartet, die die keinen Kindle haben. Aber jetzt ist es da: Die drei Erzählungen aus Mikes Garage gibt es auf Papier im Sammelband!

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Das gefällt nicht jedem und ist nicht für jeden etwas, aber wer es mag, für den ist es der Himmel. Wobei Mike gar nicht himmlisch ist, wirklich nicht. Er hat nur diese bestimmte Art und das ist für Nora genau das Richtige.