Die Männer im Blick

Männer und Frauen lesen ganz anders. Besonders Erotisches. Sie haben einen ganz anderen Blick. Natürlich gibt es Schnittmengen, aber für Männer zu schreiben, Männer beim Schreiben im Blick zu haben, ist eine Herausforderung. Da fallen Wörter, die man sonst so in dieser Kombination nicht liest. Erotische Literatur ist durchfeminisiert, auf Frauen ausgelegt.

Es wundert mich nicht, dass Männer das nur ungerne lesen. Ich halte dagegen, auch wenn ich angefeindet werde. Es muss nicht jedem gefallen.

Und denkt bloß nicht, Texte für Männer seine härter. Ganz Anders ist, was Männer bewegt. Ich versuche mich darin in Krimi, Erzählung und in Roman.

Bilanz aus Kap Kishon 2020

Schweißnackt erscheint im Frühjahr 2020 – Das Buch über Fetischnächte. Hoffentlich beschreibt es nicht nur Erinnerung an eine vergangene Zeit. Ich will wieder tanzen, geht das?

Hinter Bandan – der Kriminalroman Es ist verrückt. Das beste Buch aus Kap Kishon, ist noch nicht entdeckt. Wer will schon Krimi und dabei mit Sex? Das ist eine dumme Skepsis. Was ist gefährlicher als schöne Frauen? Kein Buch wird mehr gelobt als das. Einstimmig!

Abby – bevor es beginnt. Ein kostenloser Teaser. Eine Erzählung über zwanzig Seiten. Der Abend bevor der Roman Abby beginnt. Lerne sie kennen die drei, Abby, Ted und Todd. Und natürlich Kap Kishon – auch als Büchlein im Druck erhältlich.

An der harten Front, auf dem schmutzigen Fetischsegment: Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum. Dabei war das nur ein Experiment. Da bist du ein Star, und willst es gar nicht.

zwei Hörbücher erscheinen. Der Autor spricht. Kostenlos zum Download. Abby – bevor es beginnt und Janina schwebt

Mikes Werkstatt – die drei Großerzählungen aus Mikes legendären Werkstatt in einem Band als Paperback. Für den, der es mag unvergesslich, was Nora da macht.

Herbst: Abby wird entdeckt. Ich weiß nicht wo und nicht von wem, aber irgendwo wird Abby gelobt. Band 1 und Band 2. Die Auflage geht durch die Decke. Abby ist speziell, aber wer es mag, den lässt es nicht mehr los.

November: Elienne will nackt. Erregung pur. Wie Sex aus der Dose, nur ohne Dose. Elienne will – erschienen auf Leserwunsch.

Dezember: Absolute Höchststände in gelesenen Seiten und Umsatz. Danke, es geht bergauf.

Und was kommt? – Kommissar Waporetzki hat seinen zweiten Fall und Abby steht in ihrem dritten Band, ganz bald. Und dann: Ein Buch über Männer und Männlichkeit. Kap Kishon arbeitet dran.

Frohes Neues Jahr aus Kap Kishon

Schreibezeit

So ein Lockdown ist ja beinahe ideal für einen Autor. Jede Menge Zeit zum Schreiben, keine Ablenkung durch Partys oder eh ungeliebte Leute treffen oder Sex mit irgendwelchen Weibern, die eh nur meinen Körper wollen. Upps, sorry, verschluckt, moment.

Nein, ich würde gerne verzichten auf diese Pause, aber wenn schon, dann kann man auch schreiben. Kommissar Waporetzki Teil zwei. Einfach weil es Freude macht.

Der Erste Teil wurde erst von wenigen entdeckt. Zwar sind sie begeistert, aber was kann ein erotischer Krimi, denkt der, der das nicht kennt? Da stellt man sich schnell das Falsche vor.

Rezensionen

Rezensionen – ein ganz großes Thema, besonders bei sexuellen Büchern. Sehr interessant ist, was die Leser zu sexueller Literatur schreiben. Alles Mögliche kritzeln die. Gutes und gutes Kritisches – gerne -, aber ich lese auch – ich muss so lachen –, dass es sexistisch sei. Kann passieren zwischendurch, schreibst du über Sex. Das ist normal, denn für Schwung brauchst du Gefälle, das gilt auch und besonders, wird es sexuell.

Es sei nicht gefühlvoll. Da wird etwas verwechselt. Natürlich ist es nicht immer gefühlvoll! Die Welt ist nicht immer gefühlvoll. Und dann wird da noch etwas verwechselt. Man kann sehr gefühlvoll eine Frau auspeitschen. Das ist nur ein Beispiel.

„Es geht immer nur um das Eine.“, wird sich beschwert. Es fällt schwer, nicht zu lachen. Natürlich um das Eine, um was denn sonst? Sonst schreibe ich falsch.

Ganz neu: Es fehle die Empathie und Rücksichtnahme – gemeint ist gegenüber der Frau, es ist ja immer gegenüber der Frau gemeint, die Frau ist ja immer im Nachteil. Ich bin vom Gegenteil überzeugt. Boh, Mainstream, diese ständige Gefälligkeit. Als ob beim Sex die Frau immer wüsste, was sie braucht. Sie ist genauso arm dran, wie der Mann, der nicht weiß, was er will. Das ist ja der blinde Fleck. Und genau so sind meine Erzählungen: Eben nicht linientreu und die Frau darf untenliegen und muss es manchmal sogar, wenn er das will. Und er darf sich einbilden, er habe das bestimmt. Mindestens das. Ungeschminkt.

Wer nicht kapiert, dass bei einer starken Frau sein darf, was der Mann will, und umgekehrt, der ist auf Kap Kishon falsch.

Ich feiere die Frau. Schaut genau hin. Alle sind unglaublich stark, taff und souverän, die sehen nur so niedlich aus. Sie sind erwachsene Frauen oder sie wachsen hinein.

Erfahrene Frauen wissen, was ich meine.

Ich danke für alle konstruktive Kritik. Die finde ich gut. Es entstehen sogar neue Bücher daraus.

Paul Kaufmann

Ein neuer Roman – Elienne will nackt

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Ein Jahr nach dem Romanstart von Abby, dieser jungen Frau die sich aufmacht ihre Sexualität zu erkunden, startet eine neue Romanserie parallel. Auf Leserwunsch. Auf ausdrücklichen Leserwunsch. Härter, noch sexueller, noch näher an der Frau, noch intensiver. Wilder. Elienne.

Die Story ist simpel, Elienne ist es nicht. Zwar ist sie hübsch und jung und sieht zerbrechlich aus, aber sie kann hart und weiß das nur zu gut. Und jetzt … sie brauchen Geld und da ergibt sich diese Möglichkeit …

Elienne will nackt – 220 dicht geschriebene Buchseiten purer Sex. Und das fängt erst an. Elienne kennt sich ja noch gar nicht aus, macht erstmal nur, was sie soll.

HÖRBUCH – Abby – bevor es beginnt

Jetzt kostenlos zum Download direkt von dieser Seite! – klicke das Bild – 56 Minuten vorerotische Erzählung, gesprochen vom Autor. Begleite Abby an dem noch harmlosen Nachmittag, bevor die Romanreihe „Abby“ beginnt. Es deutet sich an, was kommen wird.

Lerne Abby kennen, ihre Freunde und nebenbei Kap Kishon. Kap Kishon – eine Romanwelt, in der das Sexuelle nicht so sehr von Moral bestimmt wird wie sonst.

Swingerclub-Absurdum

Ich war gestern im Swingerclub – in Corona Zeiten! Ich habe schon viel erlebt, aber noch nie und niemals und nicht ansatzweise einen Schwachsinn, eine Hirnlosigkeit, und auch eine Gefahr, wie da. So vollgestört kann man doch gar nicht sein, dachte ich, und bin deshalb da hin, aber weit gefehlt. Man kann! Auf den Wegen zwischen Eingang, Bar, Stühlen und Tischen muss man Maske tragen. An den zugewiesenen Tischen, an der Bar und beim Vögeln auf der Matte NICHT! Einfach einmal sacken und die Bilder vor dem inneren Auge entstehen lassen. Ja, ich habe Menschen mit Maske unter der Dusche stehen sehen!

Sie ficken gemeinsam (wenn es gut läuft) und gehen dann gemeinsam mit Maske weg, um mit allen anderen gemeinsam in einem Raum zu sein.

Damit ist die Frage beantwortet, ob Hirntote lebendig sein können. Wie bescheuert kann man denn sein? Und nein, es gibt keine Entschuldigung. „Es gibt eben Regeln an die man sich halten muss.“, ist keine Entschuldigung. Gerade den Deutschen sollte klar sein, dass es Regeln gibt, die man nicht einhalten DARF! Und diese gehört dazu, denn es ist nicht nur hirntot, sondern gefährlich. Es steigert die Hörigkeit, die Hysterie und die Massenneurose, die dem Staat alles legitimieren wird. Wer sich diesen hirnkranken Regeln anschließt, verliert nicht nur seine Würde, er wird seine Freiheit verlieren. Hat er schon.

Apropos würdelos – Nein, es ist unentschuldbar, wenn der Veranstalter sagt, das müsse er so machen, sonst schließe man ihm den Laden. Wo ist ein Rest Würde, etwas Anstand, aufrechter Gang? Wenn eine Gesellschaft solche Faxen, solche Verneigungen vor Gesslerhüten fordert, dann hat jeder Demokrat die PFLICHT zu sagen: Mit mir nicht! Dann gehe ich lieber Pleite. Was für Würmer seid ihr denn? Das man sich geschmeidig arrangiert um zu überleben und Regeln augenzwinkernd beugt, sei unbenommen, das wäre Okay, aber sich den dieser Hirnkranken totalitären Scheiße anschließen … genauso haben es IG-Farben, Krupp und Kumpanen in der braunen Zeit auch gemacht. Sehr geehrte Veranstalter – und damit sind alle gemeint, egal ob Restaurant, Kino, Swingerclub oder Bar: ihr macht euch gemein mit einer bösen Sache. Ihr seid keinen Deut besser als die Verbrecher von damals, nur kleiner. Aufrecht kann man unter diesem Totalitarismus nur bleiben indem man absagt oder schließt – was wirklich traurig ist.

Und auch die Kunden oder Gäste. Ich kann verstehen, dass man seine Freude will, ich weiß, dass man sich entschuldigen kann indem man doof tut und simuliert es sei alles nicht so schlimm. Ihr lauft mit. Ihr seid Teil davon, wenn ihr nicht die Stirn bietet. Genauso funktioniert Totalitarismus. Was bitte ist mehr totalitär bis faschistisch, als sinnfrei und wirr sein Gesicht verhüllen zu müssen, auf Abstand bleiben soll, wo Nähe gewünscht ist? – Richtig, nichts!

„Ach, Maske tragen stört gar nicht so sehr….“, hört man gerne. Glücklich, wer so merkbefreit ist. Die Wahrheit ist: jeder Neurobiologe schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, weil er weiß, was das mit dem Gehirn macht. Jedem Psychiater gefriert das Blut in den Adern, da wir massenhaft Angstkaskaden auslösen, es ist eine Kollektivneurose, die da aktiv betrieben wird. Wir zerstören unser Sozialsystem, wir zerstören unsere Wirtschaft, wir zerstören die Demokratie, wir zerstören Psychen, nur weil uns der Schneid fehlt den Regeln neurotischer Idioten zu widersprechen.

Und wenn irgendwer ankommt „Ja, aber das Virus …“, dann beglückwünsche ich ihn, willkommen in der Neurose der Masse, einer Neurose, die mit der Adolfs artverwandt ist. Fakt ist: Pandemie hin oder her, es sterben einfach nicht mehr Menschen als sonst. Jede andere Sicht ist … siehe oben.

Warum die Einen Masken tragen, die Anderen aber nicht

Warum tragen die Einen Atem-Masken, die Anderen nicht? Sind die Einen dümmer als die Anderen? Haben die Einen einen Wissensvorsprung, die Anderen keine Ahnung oder umgekehrt? Oder haben sie einfach verschiedene Prioritäten?

Weder noch. Die dahinter liegende Motivation, ist eine ganz andere. Zwar kann es sein, dass die Einen mehr wissen als die Anderen, zwar kann es sein, dass es verschiedene Prioritäten gibt. Das ist aber nicht die Handlungsmotivation. Die Motivation das zu tun ist nicht die individuelle Angst. Das kann nicht sein, denn die Maske schützt dich selbst nicht. Es muss etwas anderes sein.  

Ich hole ein wenig aus. Ich kann es auch in einem Satz formulieren, für den Fall, dass Du es kurz und knackig magst: Menschen lieben Opfer! Das gilt Im dreifachen Wortsinn. Opfer zu bringen, Opfer zu sein und dass andere Opfer sind. Das lieben Menschen und das hat mit der Maske zu tun. Schaut her.

Der Ausgang aller Dilemmas ist: Es gibt kein Wissen. Es gibt eine Wahrheit, aber niemand kennt sie. Jeder hofft die Wahrheit zu kennen, kommt ihr aber allenfalls nah.

Wir glauben immer nur. Wir glauben, dass die Erde eine Kugel ist. Wahrscheinlich sind wir damit nah an der Wirklichkeit, aber es ist nur ein Glaube, ein Abbild der Wirklichkeit, eine Idee. Das gilt für Alles. Wirklich absolut total alles!

Bei religiösen Vorstellungen ist die Disparität zwischen Glaube und Wissen noch einsichtig, besonders, wenn es nicht die eigene Religion ist. Religionen sind nur Ideen und Konstrukte, Gaube. Das ist alles von oben bis unten absurd, also der Glaube des Anderen natürlich, besonders der, deiner nicht so sehr.  

Mit den rationalen Dingen ist das auch so, das sieht nur nicht so aus. Alle Wissenschaft ist nur Methode der Wahrheit nah zu sein, Wahrheit selbst ist sie nie. Deswegen ändert sich auch alle Erkenntnis ständig. Wäre sie Wahrheit, bliebe sie.

Wer das nicht glaubt, zu wissen meint, der begeht oben genannten Fehler eins.

So glauben die Einen, dass Masken-Tragen die Ausbreitung eines Virus zu verhindern hilft. Die Anderen glauben das nicht. – Natürlich bestehen beide Parteien darauf das jeweilige zu wissen, und untermauern mehr oder weniger eloquent und fundiert. Geschenkt. Auch diese Erkenntnisse sind nur Glauben, kein Wissen. Niemand weiß es wirklich, egal wie viele Studien und Gegenstudien es geben wird.

Oder man glaubt, dass Masken-Tragen vielleicht helfen, ein wenig, so ein bisschen, aber die Nebenwirkungen stärker und schädlicher sind; dass es gefährlich ist Masken zu tragen. Auch das ist wieder nur Glaube. Wissen ist es nicht. Jeder glaubt und gerne fordert er, dass der andere mindestens so schlau glaubt, wie er selbst und das ist hochemotional, da das, was der andere tut auf mich selbst ja Wirkung hat, Gefährdung ganz bestimmt, tödlich quasi, was aber – siehe oben – wieder nur Glaube ist. Hilfe!

Merkt ihr, wie schwammig alles wird? Wenn es kein Wissen gibt und alle nur glauben, wo ist denn dann das Fundament? Worauf soll ich mich denn verlassen als Mensch und genau das ist der kritische Punkt, jetzt wird es spannend! Der Mensch steht in Unwissenheit und sucht Halt und Bestätigung in einer Welt, die nie bestätigend ist und daher bringt er ein Opfer. Wenn man ein Opfer bringt, dann klappt es ganz bestimmt. Muss ja so sein, weil sonst sein Opfer sinnlos wäre.  – „Hä? Wie bescheuert ist das denn?“, denkst du jetzt und ich schließe mich an. Es klingt bescheuert, wenn man nicht weiß, wie das Gehirn funktioniert.

Handlungsresonanz. Bestimmt kennst du das Prinzip: Du lachst, weil du fröhlich bist. Du kannst dich aber auch fröhlich machen, indem du lachst. Auch wenn du nicht fröhlich bist, wird das Lachen dich fröhlich machen. Ein bisschen. Der Effekt ist mäßig aber tröstend. Auf jeden Fall ist er selbstverstärkend. Das ist steigerungsfähig und jeder der einmal einen Lachkrampf erlebt hat, kennt diese Macht. Das gilt nicht nur für Lachen, das gilt für alle Handlungen. Agierst du brutal, wirst du brutaler werden. Gibst du dich sanft, wirst du sanfter und so fort. Natürlich gibt es Grenzen und Gegenmechanismen, darum soll es hier nicht gehen.

Das Prinzip funktioniert und hat einen unglaublichen Charme in einer ungewissen Welt, in einer Welt ohne Wahrheit, denn inmitten all der ungewissen Wahrheiten hat man nur sich selbst. Also handelst du, damit deine Wahrheit Unterstützung erfährt. Du machst irgendeinen Quatsch, der vermeidlich sinnvoll ist.

Abraham ist bereit seinen Sohn Isaak zu opfern, da dies seinen Glauben beweisen würde. Natürlich kommt dann ein Gott und hält ihn davon ab, wandelt das Opfer in ein Lamm, was doppelt seinen Glauben verstärkt. Blabla… An dieser Stelle sei angemerkt, die Geschichte ist Glaube, sie ist nicht verbürgt.

Die Idee Opfer zu bringen ist neurologisch betörend. Selbstverstärkendes Handeln und dann hat dieses Handeln auch noch einen Preis! Doppeltgemoppelt! Fabelhaft! Wo Preis, da Wert, da muss etwas sein! Es muss ja nicht gleich der Lieblingssohn sein, der geopfert wird, eine Nummer kleiner, nen lästigen Lappen in der Fresse, der lästig ist, reicht ja auch.

Ich bringe das Opfer und trage eine Maske, damit andere nicht infiziert werden. Denn! Meine Theorie, mein Glaube des gefährlichen Virus hat recht. – Es hat funktioniert, ich glaube schon fester daran! Ich habe Recht, und ich zeige es nach außen. Der Lappen ist sichtbar, jeder kann es sehen, was damit dreifach verstärkend ist. Ich handle in meinem Sinne und bestätige meinen Glauben mir selbst, ich steige meine Bestätigung noch, indem es ein Opfer ist UND ich zeige es anderen, dass ich gläubig bin. Doppelresonanz. Dreifachresonanz. Wenn ich zum Ritter werde und dafür kämpfe aktiv sogar vierfach. Sozusagen überzeuge ich mich selbst davon wie die Lage ist, in dem ich tue was die Lage vermeidlich erfordert. Kreuzritter der Wahrheit bin ich jetzt und mein Glaube ist sooooo fest …  Ihr wisst nicht warum ihr in Foren so verbissen Eure Meinung kundtut oder auf Demos geht und Leute beschimpft, die ihr nicht kennt? Das ist die Antwort! So wird dein Glaube ganz fest, wandelt fast zum  Wissen, fast.

Die Maskenverweigerer sind keinen deut besser, als die Maskenträger. Sie gehen in Opposition und opfern ihren Frieden, zeigen, verstärken so ihre Gewissheit – die nur Glauben ist – und zeigen es anderen, fühlen sich gut im Widerstand. Das ist ihre private Doppelresonanz, wie erwähnt noch steigerbar und für das Ego ein Fest. Sie fühlen sich besser damit, genau wie die andere Partei auch.

Ist euch eigentlich schon einmal der Gedanke gekommen, dass das eine riesige Ablenkung ist? Aber im Buddhismus mehr davon.

Ich will an dieser Stelle nicht das eine oder andere Handeln verurteilen. Auch das Ego nicht. Ego ist wichtig. Alle glauben ja nur, und opfern, damit ihr Glaube so ein bisschen fester wird. Es ist ein Handeln aus Hilflosigkeit. Wir sind alle Menschen und total hilflos in einer haltlosen Welt ohne Wissen, deshalb machen wir all diesen Unsinn ja.

Die Sache hat Methode. Jetzt wird es fies, denn dieses Opfern wird instrumentalisiert. Das wird eingesetzt, um im Anderen Glauben zu erzeugen. Das nennt man Manipulation. Wenn du jeden Freitag oder jeden Sonntag in einen Tempel genötigt wirst – nur mal als Beispiel – dann ist das so eine Manipulation. Handeln, wiederholte Handlungsmuster, verstärken neuronal den Glaube an … ich nenne es einmal „Irgendwas“, denn es gilt für alles. Für wirklich absolut total alles.

Wenn du genötigt wirst Masken zu tragen, dann wird das deinen Glauben verfestigen, verinnerlichen, was in Wahrheit nur einer mehrerer denkbarer Glauben ist. Es wird der Gedanke verfestigt, der geglaubt werden soll. Du wirst zum Lachen genötigt, damit du fröhlich bist, sinngemäß – Das klingt pervers, ist aber ein allgegenwärtiges Prinzip. Die ganze Gesellschaft funktioniert so.

Natürlich sind nicht alle einverstanden und rühren dagegen auf. Sie lachen nicht mit, sondern werden wütend, traurig oder ichweißesnicht. In der Regel manchen sie das Gegenteil, was aber, wie oben genannt, auch wieder … ich glaube, das Prinzip ist verstanden, ich wiederhole mich nur.

Ganz wichtig! – Wir glauben nur! Und wir bringen Opfer. Geht das Opfer zu unseren eigenen Lasten, so geht es ja noch, obwohl ein wenig Skepsis ist angebracht. „Sich opfern“ hat so etwas Appellatives, so eine Komponente, die ein schlechtes Gewissen beim Anderen machen soll. Verdächtig häufig nähert „sich Opfern“, der Selbsterhöhung zu Lasten desjenigen, der zu seinem Opfer aufgefordert werden soll damit. „Ich trage eine Maske und du nicht du unsoziales Element, sei gesteinigt!“ – so, neulich in einem Supermarkt in Kabul passiert. Auch der Andere soll deinen Glauben glauben, damit er ein wenig wahrer wird für dich.

Ganz frech ist, selbst keine Opfer zu bringen, aber von anderen Opfer zu fordern. Das ist heikel, aber funktioniert, wenn man nicht übertreibt besonders gut. Das klingt ungerecht und ist es auch, aber es ist effektiv und üblich. Zum Beispiel, dass ein Landtag beschließt alles müssen Masken bei Versammlungen tragen, nur ebendieser Landtag nicht. Oder wenn die Häuptling behauptet, keine Maske tragen zu müssen, da sie Abstände einhält (was sie nicht macht), es bei anderen aber unter Strafe stellt. Das ist frech aber logisch. Auch das ist das Opferprinzip. Hier ist das Opfer die Demut, die man erbringen soll, damit der Imperativ Unglaube der Untertanen in Glaube wandelt. Das wird über die Schiene „wir sind Übermenschen und du niederes Gekreuch und schon deshalb haben wir recht.“ Installiert. Wieder das Handlungsresonanzprinzip.

Schön.

Soll ich jetzt eine Maske tragen, oder nicht? Es kommt darauf an, was du glaubst. Der Erkenntnisgewinn ist nicht, ob oder ob nicht, die Befreiung ist zu verstehen, dass es auf einem Glauben beruht und nicht auf Wissen, egal welcher Meinung du bist. Das ist wahrer Fortschritt, denn nichts ist so verheerend, wie das Verwechseln von Glaube und Wissen. Ein Beispiel dazu:

In den dreißiger Jahren war man sich in der Wissenschaft – Wissenschaft sind die, die wissen –  einig, dass Arier die führende Rasse und allen anderen weniger lebenswert sind. Nur mal als Beispiel, und es ist kein geringes, aber nicht das schlimmste aller je dagewesenen.

Überlege dir, wem du Opfer bringts und vor allem, dass es nur auf deinem Glauben beruht und lache nicht über die albernen Opfer des anderen. Der Andere zeigt nur seinen Glauben, denn wissen kann er nicht, kann niemand! Aber auch für Dich gilt: Du glaubst.

Das nimmt unglaublich Druck aus der Sache. Also mache es doch so: Der Andere ist gläubiger Dilettant und ich bin es auch und ohne Druck nimmst du die Maske viel eher ab oder auf. Und der andere, der Idiot, vielleicht eher auch.

P.S.: Das falsche Genus (Geschlecht) bei „die Häuptling“ ist Absicht. Ich finde es klingt so zutreffend archaisch und primitiv matriarchal – ich habe lange abgewogen, wollte die indigenen Völker nicht beleidigen, aber ich vertraue: Sie kennen das Problem mit den alten weisen Frauen genau.)