wie damals

Mein erstes Hörbuch. Und mein erstes Buch überhaupt, denn als Taschenbuch gibt es „Luder sind mir willkommen“ schon lange.


So war das damals, so fing alles an. Ich dachte, ich wüsste jetzt Bescheid und wusste nichts. Ich hatte nicht einmal angefangen und verstand nur ein klitzekleinesbisschen, von dem, was ich da tat mit den Frauen.

Luder sind mir willkommen – als Taschenbuch und Hörbuch – überall wo es Bücher und Hörbücher gibt. Und es ist echt und roh und so, genau so, wie es damals war.

Nur einmal noch

Wenn ich doch nur, nur einmal wieder … ach, es ist müßig darüber nachzudenken. Zu viele haben das schon gedacht. Die Regale seufzen unter der Last von Büchern dieses Themas.

Trotzdem schreibe ich. Vier Uhr zehn früh ist und ich trinke Kaffee und erinnere vorgestern:

Ich stand an der Theke neben meiner Begleitung. Halt, falsch! Ich war ihre Begleitung, ihre Begleitung auf Zeit, so ein wenig Gnadenakt.  So ist es korrekt.

Auf jeden Fall stehen wir da und vor uns an der Bar leicht vorgebeugt eine bezaubernd hübsche, beinahe nackte Frau. Das kommt auf diesen Partys wo wir – ich – bin/sind gerne häufig vor. Die Damen ziehen sich einfach gar nichts an, wenn sie es sich leisten können. Nur in Strapse taumeln die jungen Dinger die ganze Nacht dann über diese Feste und sehen zur Freude und zum Neid einfach nur gut aus.

Und vor einer ebensolchen jungen Dame in blauer Strapse stand meine Begleitung und neben ihr noch ich. „Geiler Arsch“, sprach die Begleitungsdame überlaut. Als Frau ist das erlaubt. Da darf man Komplimente machen dieser Art ohne Ärger oder Gegenwehr.

Die Junge hat sich gefreut über das Kompliment und wir haben dann zu dritt noch ein, zwei Scherze hin- und hergetauscht.

Meine Begleiterin hatte recht: Was für ein Hintern! Phantastisch sah das aus. Die Proportionen der jungen Dame in Strapse waren ideal, alles stramm, ein Wahnsinn war alles an dieser Frau. So hübsch, so propper, so fest. Es tut beinahe weh, so etwas vor sich stehen zu sehen, so ohne alles außer dem bisschen Spitze.

Das sind immer Momente, wo ich zwar lächle, doch innerlich seufze. Das habe ich verpasst. Damals in diesem Alter war ich nicht da, nicht sexuell, nicht als Mann, nichts davon und alles hat gefehlt. Ich konnte nicht. Ich hätte nicht und wusste nicht wie. Nein, ich wusste nicht einmal, dass. Auch Frauen in Strapse allgemein fehlten, so weit ich mich erinnere.

Und heute darf ich nicht und kann nicht mehr, schon wegen des Altersunterschieds. Das mag gar nicht so sein, aber so fühlt es sich an.

Noch einmal so, mit so jung und so perfekt. Das wäre schön mit einer so jungen, hübschen, das wäre geil, aber so richtig.

Ich weiß und kenne nicht nur von mir, da zieht sich im Mann, besonders im alternden, innerlich alles zusammen. Da ist der Drang besonders Drang und Mann will.

Der Witz ist, dass es gar nicht besser ist. Es ist nicht besser mit einer jungen Hübschen. Mit einer perfekten Frau, gemeint ist jetzt die Figur, der Griff, die Enge und die Jugend, ist es nicht besser, im Gegenteil. Meistens ist es schlechter, denn noch können sie es nicht oder achten mehr auf Schminke, ihr Antlitz oder ihren optischen Effekt, als ihren Eros. Nur selten ist eine Frau, die im Leben sehr posiert im Bett so richtig gut. Zu verhaftet, zu gezwungen wollen sie Show des Eros sein, anstatt der Eros selbst zu sein. Und noch jung fehlt das Wissen wie.

Es ist also nicht besser mit den jungen Dingern mit perfekten Hintern vor der Theke, trotzdem ist da all der Drang. Ich vermute, es ist einfach nur das Ego. Man will das, weil es erhöht und Sehnsucht ist. Mann will es wissen, ob man kann und kann man dann, so tut es gut. Mag sein, ein wenig ist es auch der Sinn für die Ästhetik. Aber … welcher Mann schaut beim Sex schon in den Spiegel? Ich rate ab, übrigens.

Und auch ich: Noch einmal mit so einer jungen, so einer perfekten. Es wäre zwar total sinnlos, aber einfach schön. Ich kann mich diesem Drang, dem Wunsch nicht entziehen. Gemein und bitter schmecken all die verstrichenen Gelegenheiten, die man hat verstreichen lassen. So ein wenig ist die Dame an der Theke und der Wunsch danach davon das Echo.

Die Lage ist, im kommenden, spätestens danachkommenden Jahr muss ich zur Operation. Die Prostata, das ist die Wirklichkeit. Das ist gemein.

Und deshalb … einmal noch jung, so wie damals. Ich würde … achwas, ich wünsche mir, die Jungen nehmen mit, was geht und an der Theke steht.

Sie gehören zusammen

ja, vier Bücher, die zusammengehören. Obwohl sie getrennt geschrieben sind, obwohl sie getrennt entstanden sind und über eine weite Zeit hinweg. Da ist Entwicklung drin, die wird nachgezeichnet dort. Ein Eintauchen in sexuelle Befreiung, in eine promiskuitive Welt. Unzähliges aus Begegnungen mit Männern und Frauen aus einer Welt, die sonst im verborgenen liegt.

Luder sind mir willkommen – das erste Buch, ein erstes Freischreiben, sehr roh, sehr original

offen lieben – eine Begegnung mit offener Beziehung und was da so passiert

Schweißnackt – Berichte aus der wilden Partywelt

Leben mit Ludern – wie ist es denn promiskuitiv? Was passiert denn da? Es ist ganz anders als gedacht.

Vier Bücher, vier Sammlungen – Damit ist es komplett

Aus Begeisterung

für die Sache, für die Themen, für Sex und Beziehung und wie das im Leben so geht. Für die Männer, die Männlichkeit, die Frauen, die Weiblichkeit und das Leben habe ich, haben wir, Amanda und ich einen Blog ins Leben gerufen. Es gibt jede Menge Themen, über die man einmal schreiben will. Aber es reicht nicht für ein Buch. Und soll es auch nicht. Es sind Artikel, Statements oder kleine Erzählungen.

Dafür brauchen wir einen Raum und wir haben ihn erschaffen: Schlitz und Ständer – ein Blogg. Hier werden wir einbringen, was uns gefällt. Wir werden anecken, denn oft stehen unsere Vorstellungen diametral zur Mainstreamwelt.

Schaue einmal rein, besser, abonniere ihn. Wir freuen uns darüber und auch und besonders über Diskussion.

Endlich !!!

Was für ein Akt! Die Produktionsprozesse stocken. Es dauert, Homeoffice der Verlagsmitarbeiter, Papiermangel in den Druckereien, Missverständnisse, aber jetzt nach eineinhalb Monaten in der Verlagspipeline ist er da, in echt aus Papier und auch E-Book.

Also nicht dass Euch das Thema interessiert, oder so, nein, nein. Das denke ich nicht. Aber wer hat nicht so eine Bekannte? Nein, Bekannten.

Mann vergiss nie …

Vergiss nie deine Frau zu vögeln! Du kannst Dir viel erlauben, das aber nicht! Ich weiß, das ist nicht immer so einfach. Mann hat keine Lust, oder Mann will sie ein wenig bestrafen, oder man ist einfach zu eng miteinander – sowieso ein Grundfehler. Da hat Mann ein richtiges Motivationsproblem, kenn ich.

Aber es ist der Kardinalfehler! Das ist der größte Fehler den Mann machen kann. Nichts ist destruktiver als unerfüllte Frauen. Es zerstört die Beziehung, es zerstört die Frau, es zerstört die Gesellschaft. Und das Schlimme ist: Es wirkt im Verborgenen, ganz, ganz im Verborgenen. Das ist so verborgen, so dermaßen geheim, das weiß nicht mals die Frau. Das ist ja das Drama! Denn sie putzt, oder zickt, oder kommandiert, oder noch schlimmer: Sie kleidet sich in beige – aber, dass die Ursache da liegt, wo sie liegt, nämlich unten, wo es feucht ist – oder sein sollte –da kommt keiner drauf.
Frauen haben mehr Sexualität als wir, viel mehr. Wenn die Frau einen See namens Leidenschaft hat, dann hat der Mann allenfalls ne Pfütze.

Also versorg sie, das befriedet alles. Irgendeine Ungereimtheit, ein klitzekleiner Verdacht, Unstimmigkeit in der Logik, dem Verhalten, im Geruch?!: Drück sie in die Kissen! Es rettet Dich, die Ehe, das ganze Leben. Notfalls nimm nen Stab zur Hand, oder stell sie nackt auf die Straße, ganz egal, Hauptsache du erfüllst.
Und dann geht ne Menge: Dann kannstr ihr erzählen, dass du gerne schwarze Stuten reitest, oder gerne zwei auf einmal fingerst. Kein Problem, nur fass der Dame des Hauses dabei in den Schritt. Sie muss sich geliebt fühlen, sie muss wissen, dass sie die Nummer eins ist, körperlich, greifbar, schmeckbar – Frauen sind da sehr unmittelbar – intelligentes Gefasel, Liebesschwüre, oder Müllruntertragen helfen da nicht, nicht bei diesem Problem. Das geht eben nur, wenn du sie flach legst, nicht morgen, nicht wenn’s passt, jetzt! – bei Bedarf auch schmutzig und unbequem, Hauptsache echt!
Frauen sind überhaupt nicht monogam, das ist ein Gerücht. Die sind nur ziemlich stutenbissig.
Und sie wird Dir das nicht sagen, die Frau, weil sie das nicht kann! Es besteht keine direkte Verbindung zwischen Sexzentrum und Sprachzentrum. Da staut sich nur was Diffuses auf und dann läuft bei ihr das Sprachzentrum über, oder schlimmer: das Logikzentrum. Deswegen plappern die ja oben so viel, wenn es unten nicht stimmt. Nach dem dritten Orgasmus schweigt die Frau, schon mal aufgefallen?

Also, merke: Es ist menschenverachtend willige Frauen nicht zu vögeln. Ob sie willig sind oder nicht, können die gar nicht beurteilen, das ist Dein Job! – Du willst ein sensibler Mann sein? – dann sei es! Hier, genau an dieser Stelle! Dann werdet ihr auch in Frieden alt miteinander.

Kannst Du nicht glauben? Klingt sexistisch und zu einfach? Probiers Mal aus, es ist unfassbar einfach… allerdings tierisch anstrengend.

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So ich gehe jetzt die Blumen vor dem Denkmal Lodovico Satanas wechseln, mach ich jeden Tag…

(aus: Paul Kaufmann: Luder sind mir willkommen)https://kapkishon.com/luder-sind-mir-willkommen/