„Nur“ Depression

Depression ist kein Versehen der Psyche, kein Defekt. Alle diese Trägheit, die Schwere und dieses Leid ist kein Nebeneffekt.

Nein, diese Effekte sind das Ziel. Depression betreibt das mit voller Absicht. Dein Unterbewusstsein erzeugt die Depression. Sie will verhindern, dass etwas viel Schlimmeres einsetzt.

Das Unterbewusstsein verrechnet sich und sieht eine Gefahr, wo einst eine war, die längst nicht mehr ist. Nur das! Nur kann dieses „nur“, das ganze Leben zerstören.

Sehnsucht bei flacher Atmung – Taschenbuch, E-Book, Hörbuch

Immer nach vorne!

Depression geht immer nach hinten. Sie nimmt immer die Energie zurück, in den Rückzug, in die Resignation, in die Passivität.

Deshalb – immer nach vorne!

Mein Moment, da wo es für mich los ging und langfristig besser wurde war, als ich das verstanden habe. Das war mein goldener Moment.

Du musst nach vorne! Immer nach vorne, immer in die Aktion, denn Depression macht das Gegenteil.

Und mein zweiter goldener Moment war, als ich verstanden habe, dass das nicht immer möglich ist. Das ist normal.

Immer nach vorne – immer, wenn du kannst.

Für die Verzweifelten

Ich habe es für die Verzweifelten geschrieben, für die, die in ihrer Depression hängen und nicht verstehen, wie ihnen geschieht. Und für die Angehörigen, die hilflos neben ihren Lieben stehen und nicht begreifen können, was passiert.

Meine Depression habe ich erzählt, das Wichtigste zusammengefasst, was Depression macht, wie sie funktioniert und im Ansatz auch, wie man Herr über sie wird.

Vierhundert Seiten Depression – das klingt zäh und trist, doch ich habe die Feder locker geschwungen, locker und leicht, damit eines sich nicht überträgt: Sehnsucht bei flacher Atmung, denn das ist das Grundgefühl der Depression und davon gibt es genug.

Sehnsucht bei flacher Atmung – überall, wo es Bücher gibt.

Immer nach vorne – denn es hilft

Die Idee kam mir mit dem Ärger. Ich recherchierte, was es an Buchtiteln zu Depression gab. Wie ist die Ratgeberlandschaft? Ja, und da entdeckte ich Gutes. Auch, aber nur „auch“, denn vieles, von dem was da in Ratgebern geschrieben ist … das ist … also darüber kann man sich als Depressiver schon aufregen – so man das denn in seiner Depression kann.

Was da geraten wird ist nicht falsch und gut gemeint, aber es funktioniert nicht. „Zeit für sich nehmen“ ist ein absurder Vorschlag. Ein „Bad einlassen“, niedlich, die „positiv denken“ … lieb gemeint. Es ist praxisfern, denn es widerspricht der depressiven Logik. Depressive können bestimmte Dinge nicht, anderes unerwartet gut.

Da war die Idee geboren einen Ratgeber für Depressive zu schreiben, einen händischen, einen, mit dem er etwas anfangen kann.

Begonnen habe ich mit drei Übungen, die ein Depressiver machen kann, steckt er in der Tristesse, in seinem ganz privaten Sumpf. Die drei funktionieren immer – zumindest in leichter bis mittelschwerer Depression. Die kann man machen und bringen ein wenig Entlastung. Ein wenig weicht die Lähmung zurück, der Depressive erlangt neu Handlungsspielraum.

Mehr nicht, aber immerhin, es funktioniert.

Ich schreibe aus der Perspektive eines Betroffenen. Ich bin kein Arzt oder Therapeut, aber ich habe Depressionen seit Jahrzehnten und mir Strategien erarbeitet, wie ich mich aus der Depression heraushebeln, ja es mir erleichtern kann.

Das sind die ersten drei! Basistools für den Fall der akuten Depression. Und nebenbei erkläre ich, eine andere Sicht auf Depression, eine, unter der man sich etwas vorstellen kann.

Jetzt überall im Handel, als E-Book/Kindle/Taschenbuch

Neu: Immer nach vorne! Selbsthilfe in akuter Depression

Was tun in akuter Depression? Das große Problem eines Depressiven in akuter Depression ist die Lähmung, die Tristesse, dieser psychische Brei, der verhindert, dass er ins Handeln kommt. Er kann seine Lage nicht verbessern, denn er steckt fest und das immer wieder.

Dieser Ratgeber stellt drei Basistricks vor, wie man in dieser akuten Situation in Bewegung kommen kann. Die psychische Lähmung der Depression kann mit diesen Tricks gemildert werden, es wird leichter für den Depressiven, die Stimmung hellt sich ein wenig auf.

So klein die Kniffe sind, sie funktionieren! Sie funktionieren immer und überall und bedürfen keiner Vorbereitung, keines Aufbaus, ja bleiben sogar von anderen in Gesellschaft unbemerkt.

„Immer nach vorne“ ist ein Ratgeber geschrieben aus der Perspektive des Betroffenen. Der Autor leidet selbst lebenslang unter Depression. Die drei im Buch erklärten Tricks sind die Basis-Methoden, wie er sich aus dem Tal der Depression aktiviert und haben sich bei vielen Leidensgenossen bewährt.

Mit drei kleinen Tricks ist keine Heilung von Depression möglich, ja, nicht einmal eine tiefgreifende Verbesserung. Das ist mit so einfachen Mitteln nicht denkbar. Depression ist ein Titan und wirkt hinein in alle Lebensbereiche. Heilung kann hier nicht versprochen werden, aber es ist eine erste Selbsthilfe im akuten Zustand.

Es sind auf Depressive abgestimmte Methoden. Depression folgt einer fremdartigen Logik, aber sie ist logisch! Depression fällt nicht vom Himmel, funktioniert nach strengen Regeln und aus nachvollziehbaren Gründen, die aber schwer zu durchschauen sind. Vieles funktioniert anders unter Depression als im „gesunden“ Leben. Was „im Gesunden“ sinnvoll ist, kann unter Depression kontraproduktiv sein. Diese Tricks werden dieser Depressionslogik gerecht, auch wenn sie zunächst befremdlich klingen.

Zudem erklärt der Ratgeber eine handliche Sicht auf Depression, eine, mit der der Depressive verstehen kann, was mit ihm und in ihm geschieht. Depression ist keine Krankheit. Depression ist ein Modus. Ja, Depression ist elend und kann sehr gefährlich sein. Hier wird Depression nicht relativiert oder gar von Therapien abgeraten, im Gegenteil, es wird dazu ermuntert! Doch die hier dargestellte praxisnahe Sicht auf Depression, eröffnet neue Möglichkeiten. Mit den richtigen Methoden ist man der Depression nicht mehr so sehr ausgeliefert und mit diesen drei simplen Tricks, fängt es an. Nein, mit ihnen fängt der Anfang an, der möglich macht, dass es anfangen kann.

Immer nach vorne ist der erste Band der Ratgeberreihe – „Pragmatisch gegen Depression“